Livestream Programm

Tag 1 – 26. Juni

12:00 Uhr

Eröffnung

Um 13 Uhr starten die drei Demos des diesjährigen CSD Berlin Pride. Wir übertragen die Eröffnungsreden und schalten zum EAST Pride in den Prenzlauer Berg, nach Kreuzberg zur QTIBIPoC United: Reclaiming Pride und nach Neukölln zur Demo Queerschutz Now!

13:00 Uhr

Queer altern

CSD Berlin Pride & Oliver Sechting

Im Queer-Spot richtet der Regisseur und Autor Oliver Sechting mit seinen Gäst:innen Bernd Gaiser, Eva Obernauer, Ina Rosenthal und Ilona Böttcher den Fokus auf Senior:innen der LGBTQIA+-Community. Die CSD-Berlin-Legende Gaiser ist Mitinitiator und Bewohner des 2012 eröffneten Mehrgenerationenhauses „Lebensort Vielfalt“. Ilona Böttcher, vom RuT-Wohnen kämpft mit der offenen Initiative Rad und Tat seit 2016 für Berlins erstes großes Wohnprojekt. Die Angebote des Projekts richten sich in erster Linie an ältere lesbische Frauen. Gemeinsam sprechen sie über Sichtbarkeit und Diskriminierung in der Community.

13:45 Uhr

Das „B“ in LGBTQIA+

BiBerlin e.V.

Zuschauer:innen fragen und Community-Mitglieder antworten. Die Mitglieder des 2018 gegründeten Vereins BiBerlin stellen sich vor und wollen eure Fragen zum B in LGBTQIA+.

14:30 Uhr

Demo-Bilder

CSD Berlin Pride

Ein Zwischenstand der Demo-Züge. Wir schalten auf die verschiedenen Demonstrationen und hören und sehen Redner:innen, Performances und die Bilder vermitteln uns einen Eindruck von den Demos. Im Studio stellt sich PINK.LIFE vor. Die Plattform bringt die queere Berliner Kunst- und Kulturszene zusammen und der CSD Augsburg e.V. meldet sich zu Wort.

15:00 Uhr

Gutmenschentum – die Mitte der Gesellschaft

CSD Berlin Pride

Achan Malonda, Sookee und Stephanie Kuhnen diskutieren mit Autor und Journalist Johannes Kram und CSD Berlin Pride Team-Koordinator Stefan Kuschner über latente und offene Diskriminierung aus dem Feuilleton, vermeintliches Gutmenschentum und Cancel-Cultur.

16:00 Uhr

LGBTQIA+ und Religionsgemeinschaften

Ulli Pridat, Berliner CSD e.V.

Wie leben religiöse homosexuelle LGBTQIA+-Menschen heute in Deutschland und was sind ihre größten Sorgen und Wünsche? Ulli Pridat, Vorstand des Berliner CSD e.V., fragt die Autorin Seyran Ateş von der Ibn-Rushd-Goethe-Moschee sowie Dalia Grinfeld vom jüdischen LGBTQIA+-Verein Keshet als auch den Superintendeten der evangelischen Kirche Berlin Bertold Höcker nach dem Zusammenleben zwischen den drei großen Religionen, die Deutschland heute prägen. Was hat sich zum Positiven aber auch Negativen geändert und was unbedingt noch passieren muss, damit wir in einer offenen Gesellschaft leben können. Über seine Erfahrungen als muslimischer Homosexueller spricht auch Nasser El-Ahmad, Vorstand des Berliner CSD e.V.

17:00 Uhr

Demo Abschlussreden

CSD Berlin Pride

Achan Malonda, Donna Dreamatic Davis, Sookee, Stephanie Kuhnen und Ulli Pridat schalten zu den drei Demos des CSD Berlin Pride und begleiten die Demoteilnehmer:innen bei ihrer Ankunft rund um den Alexanderplatz und Strausberger Platz. Abschlussreden und Fazit, Eindrücke und ein sensationeller Live-Auftritt von Achan Malonda bei der Abschlussveranstaltung ihrer Demo QTIBIPoC United: Reclaiming Pride.

Tag 2 – 27. Juni

12:00 Uhr

Opening

CSD Berlin Pride

Wir schauen zurück und zeigen euch die Highlights der ersten Stern-Demo des CSD Berlin Pride.

12:30 Uhr

Ungarn, Rumänien, Russland, Ukraine und die Entwicklungen für LGBTQIA+

CSD Berlin Pride

Wie entwickelt sich die Situation für LGBTIAQ+ in Osteuropa und was kann internationale Hilfe leisten, um die Kämpfe der queeren Community zu einen. Eine Bestandsaufnahme mit unter anderem der Vorständin von LAMBDA Szczecin Monika Tichy und der Trans*Aktivistin Antonella Lercaund aus Rumänien.

13:00 Uhr

Situation in Polen

CSD Berlin Pride

Wir freuen uns auf den Austausch mit den wichtigsten LGBTQIA+-Aktivist:innen Polens darüber, wie wir uns gegenseitig in unseren Kämpfen unterstützen können. Unter anderem berichten die Präsidentin der Stiftung Diversity Polska, Danuta Sowińska, und die Mitorganisatorin des Słubice-Frankfurt-PRIDE, Nancy Waldmann, Julia Maciocha von der Initiative Fundacja Wolontariat Rówonsci und Organisatorin Warschau Pride von der bedrohlichen Lebenssituationen der queeren Community in Polen. Gemeinsam diskutieren wir Ansätze, um uns gegenseitig zu unterstützen.

14:30 Uhr

Antidiskriminierungsgesetz für alle

Marco Linguri

Aufruf zum Zusammenschluss für ein Antidiskriminierungsgesetz für alle auf Landes- und Bundesebene. Rabia Küçükşahin und Christian Gaa unterhalten sich über Gründe, warum u.a. die queere community und die muslimische community zusammen ein belastbares Antidiskriminierungsgesetz fordern sollen. In Kurzvideos erklären außerdem noch weitere Personen sich mit diesem Zusammenschluss solidarisch, u. a. Said Haider, Sookee, Raul Krauthausen, Yassamin Boussaoud.

15:00 Uhr

Queer und muslimisch

EAST Pride Berlin und Liberal-Islamische Bund e.V.

Zum Gespräch im Studio ist Marco Linguri, Soziolinguist, Theologe in Ausbildung und muslimischer trans Mann. Er schließt Ehen für den LIB. Über queere Themen beim LIB und wie queere muslimische Eheschließungen aussehen, steht er uns Frage und Antwort. „Bei uns werden queere Muslim*innen nicht nur toleriert, bei uns dürfen sie vorbeten und heiraten.“

15:30 Uhr

Jüdische Queers in Deutschland

CSD Berlin Pride

Was heißt es, sich für queere Lebensweisen im religiösen Umfeld einzusetzen? Das erläutern wir mit Mitgliedern der queer-jüdischen Community.

16:00 Uhr

Russischsprachige Menschen, Asyl, Geflüchtete

QUARTEERA e.V.

Mit der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, Maya Löffler, der Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Kultur und Soziales, Juliane Witt, Svetlana Shaytanova von der Akademie Waldschlösschen e.V. und Projektkoordinatorin des Modellprojektes „Разнообразие heißt Vielfalt!“ und Andrei Preece diskutieren, wie unter anderem die Asylpolitik Deutschlands. Der gebürtige Russe Andrei Preece kam 2015 nach Deutschland, um hier aufgrund der Verfolgung Homosexueller in Russland Asyl zu beantragen. Sein Antrag wurde 2019 endgültig abgelehnt. Die Begründung: Seine Homosexualität könne nicht ausreichend bewiesen werden. Ebenso dabei ist der im holländischen Exil lebende Aidar Ismagilov. Nach seinem Coming-out musste der Mitarbeiter von Alexei Navalny nach dessen Inhaftierung aus Russland fliehen. QUARTEERA e.V. berichtet zudem von den Schwerpunkten des diesjährigen Marzahn Prides im Juli. 

17:00 Uhr

Warum haben wir aufgehört zu sprechen? LGBTQIA+ aus dem Osten

EASTPride & Schwules Museum

Über die Bedeutung der unabhängigen Lesben- und Schwulenbewegung als Teil der Friedens- und Menschenrechtsbewegung in der DDR diskutieren die Macher:innen des EAST Pride Berlin, Wolfgang Beyer und Anette Detering. Zu Gast sind Heiner Schulze, Vorstand des Schwulen Museums, und Marina Krug von Lesben in der Kirche, der ersten eigenständigen Lesbengruppe in der DDR. Außerdem nehmen Karsten Friedel, Mitbegründer des Schwulenverbandes der DDR, Peter Rausch von der Homosexuellen Interessengemeinschaft Berlin und Nadja Schallenberg teil. Sie gründete die erste Interessengemeinschaft für Transvestiten und Transsexuelle in der DDR. Sie engagierte sich fortan für die Reform des restriktiveren Transsexuellengesetz der BRD, unter anderem mit einer erfolgreichen Klage am Bundesverfassungsgericht zur Abschaffung der Altersgrenze bei der Vornamensänderung.

Tag 3 – 28. Juni

16:00 Uhr

#Kontrolle ist gut, Sicherheit besser

Achan Malonda

Lasst uns über die Sicherheit in den öffentlichen Verkehrsmitteln diskutieren. Welche unterschiedlichen Perspektiven gibt es für einen diskriminierungsfreien Umgang von BVG-Kontrolleur:innen mit Fahrgäst:innen und welche strukturellen Lösungen kann es in der Arbeit der BVG zum Schutz vor Diskriminierung geben? Darüber diskutieren Eva Kreienkamp, Vorstandsvorsitzende der Berliner Verkehrsbetriebe, June Tomiak, Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen für Jugend, Verfassungsschutz und Strategien gegen Rechtsextremismus, und Smiley Baldwin, stellv. Geschäftsführer Baldwin Security UG, mit Biplab Basu, Berater bei ReachOut Berlin und Mitgründer der Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt, und Achan Malonda, Petitions-Starterin #BVGWeilWirUnsFürchten.

16:45 Uhr

Queer & Answer – Liebe und Beziehungen präsentiert von OkCupid

Mit Paar- und Sexualtherapeuth Umut Özdemir beantworten wir eure queeren Beziehungsfragen.

17:30 Uhr

Konversionstherapie

Lucas Hawrylak

Lucas Hawrylak startete im Juli 2018 die Petition “#HomoBrauchtKeineHeilung”. Über 130.000 Unterschriften und zwei Jahre aktivistischer Arbeit später beschließt der Deutsche Bundestag ein Gesetz, dass sogenannte Konversionsbehandlungen für homosexuelle und transgeschlechtliche Menschen unter Strafe stellt. Das Gesetz ist keinster Weise perfekt, aber trotzdem ein richtiger und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Warum er weiter kämpft, erzählt uns der Aktivist im Queer Spot. 

17:45 Uhr

Grundgesetz bunt denken – Artikel 3 GG

Sebastian Ahlefeld & Christian Carsten Gaa

Der gezielte Schutz der queeren Community im Grundgesetz ist Ziel der im April gestarteten Kampagne #zeigdie3. Mit der Aktion wollen die Macher:innen die Rechte der Community durch eine Änderung des Artikel 3 des Grundgesetzes stärken, der um den Passus sexuelle Identität erweitert werden soll. Initiator der Kampagne ist das mygay Magazine und mittlerweile haben sie sich mit der Kampagne #Grungdgesetzfüralle zusammengeschlossen. Redakteur und Chef vom Dienst Sebastian Ahlefeld gibt mit Soziologe und Menschenrechtsaktivist Christian Carsten Gaa, Jenny Wilken, erweiterter Vorstand dgti e.V. und Diversity Coach, und Moderator Ralph Morgenstern einen Zwischenstand zur Kampagne. Gemeinsam diskutieren sie, warum die Forderung nach einer Änderung des Grundgesetzes nicht nur für die queere Community, sondern auch für die gesamte Gesellschaft wichtig ist.

18:30 Uhr

#RegenbogenblutTutGut

Lucas Hawrylak

Wir rücken die Ungleichbehandlung bei der Blutspende in den Fokus. Bis 2017 war es Homo-, Bi- und Transsexuellen nicht erlaubt, Blut zu spenden. Nach einer Lockerung dürfen auch schwule Communitymitglieder Blut spenden, wenn sie 12 Monate keinen Sex mit einem anderen Mann gehabt haben. Rund 40 Jahre nach Einführung des Blutspendeverbots seien diese 12 Monate wissenschaftlich unverhältnismäßig und diskrimierend, so Lucas Hawrylak. Der Aktivist kämpft mit der Petition #RegenbogenblutTutGut für das Ende des Blutspendeverbots und gibt im Queer-Spot einen Zwischenstand zur Intitiative.

18:45 Uhr

LGBTQIA+ und Gewalt

Sebastian Stipp und Anne von Knoblauch

LGBTQIA+ und Gewalterfahrung und Kriminalität. Im Gespräch mit Sebastian Stipp und Anne von Knoblauch, den Ansprechspersonen für LGBTQIA+ bei der Berliner Polizei.

19:30 Uhr

Seelische Erkrankungen

CSD Berlin Pride, Oliver Sechting

Regisseur und Autor Oliver Sechting bricht mit dem Klischee der durchweg feiernden und immer gut gelaunten Community. Im Queer-Spot richtet er gemeinsam mit seinen Gäst:innen den Fokus auf die seelischen Erkrankungen von LGBTQIA+ und begrüßt unter anderem Schauspielerin Samia Dauenhauer und den Inhaber der Berliner Bar Heile Welt, Max Taubert. Mit Psychotherapeut Umut Özdemir spricht er darüber, warum Community-Mitglieder im Vergleich zu heterosexuellen Menschen ein signifikant höheres Risiko für Depression und Suizidalität haben. Der Diplom-Psychologe doziert zu Geschlechtsinkongruenz/Geschlechtsdysphorie und zur affirmativen Psychotherapie mit LGBTQIA+.

20:00 Uhr

Das „B“ in LGBTQIA+

BiBerlin e. V.

5,6 % der erwachsenen US-Amerikaner identifiziert sich laut einer Umfrage von Gallup als LGBTQ+. Das sind über 1 % mehr als 2017, als diese Befragung letztmalig durchgeführt wurde. Warum ist das so? Zuschauer:innen fragen und die Macher:innen vom BiBerlin e.V. antworten. Die Community fragt seit Anfang Juni auf Social Media und Bi Berlin antwortet heute live im Stream

20:30 Uhr

LGBTQIA+- Filmschaffende

CSD Berlin Pride

Wir sprechen über Realität und Möglichkeiten queerer Themen und Rollen in fiktionalen Kino- und TV Formaten. Unsere Gäst:innen sind die Filmemacher:innen Michael Stock und Naomi Beukes-Meyer sowie Sandra Polchow, Founder & Director Berlin Lesbian Non-Binary Filmfest, und der Geschäftsführer von Salzgeber & Co Björn Koll und Regisseurin und Drehbuchautorin Kerstin Polte.

21:15 Uhr

Die Rolle der Medien beim Abbau von Vorurteilen gegen LGBTQIA+

CSD Berlin Pride

Das Fachmagazin Medieninsider begleitet journalistisch, wie sich die Medien inhaltlich, technisch und wirtschaftlich verändern. Im Talk mit Medienmacher:innen geht Chefredakteur Marvin Schade der Frage nach, welche Rolle Journalist:innen im Abbau von Vorurteilen spielen oder spielen können und welchen Einfluss unterschwellige aber auch offene Queer-Feindlichkeiten in Medien auf die Akzeptanz von LGBTQIA+ hat.

Tag 4 – 29. Juni

13:00 Uhr

Achan Malonda & Tarek Shukrallah: „Cops and Corporations don’t belong to pride!“

Achan Malonda, Tarek Shukrallah

Im Gespräch setzen sich Achan Malonda und Tarek Shukrallah mit einer intersektionalen, explizit queeren und antirassistischen Staatskritik auseinander.

14:00 Uhr

Race, Gender, Sexuality

Achan Malonda

Race, Gender and Sexualität: Historische Kontinuität Schwarzen queeren Lebens in Deutschland.

15:00 Uhr

„Dancing to the beat of a different drum“

Achan Malonda

Ein Two-Spirit-Trans*Aktivist spricht über „Native Americans“, über Völkermord und Selbstmord, kulturelle Aneignung sowie die Entwicklungen des „American lndian Movement“ bei Wounded Knee, Standing Rock und die Reservation-Struktur. Der Speaker teilt Erkenntnisse bis hin zu indigener Ernährung und die Art und Weise, wie das Label „Latino“ verwendet wird. Der Talk konzentriert sich auf das Verständnis und die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und versucht, die Vorstellungen über „Native Americans“ zu erweitern.

16:00 Uhr

The Darvish

Achan Malonda

Achan Malonda im Gespräch mit dem 25-jährigen Choreographen The Darvish. 1996 in der Hafenstadt Latakia geboren, lebt der syrische Performancekünstler seit fünf Jahren in Berlin.

17:00 Uhr

LIBERTINE präsentiert: Femmefeindlichkeit und Misogynoir

Juliane Rump, Chefredakteurin LIBERTINE Magazin

LIBERTINE präsentiert: Femme-Feindlichkeit und Misogynoir (intersektionale Perspektive)

18:00 Uhr

Rassismus in Institutionen der LGBTQIA+-Community

Sookee

Eine kritische Selbstreflexion der Geschichte des Berliner CSD e.V. mit Musikerin und Aktivistin Sookee und Patrick Ehrhardt, Vorstandsmitglied des Berliner CSD e.V.. In der queeren Community wollen wir Gleiche unter Gleichen sein, auch um so der Gesellschaft zu demonstrieren, wie ein tolerantes und offenes Miteinander funktionieren kann. Aber viele von uns spüren die schmerzhafte Erfahrung der Differenz, des Andersgemacht-Werdens nicht nur in der cisheteronormativen Dominanzgesellschaft, sondern sehr wohl auch in den so genannten eigenen Reihen: Die queere Community hat in Deutschland ein Rassismusproblem. Auch wenn wir uns als weiße Personen lieber darauf ausruhen würden, äußert sich dieses nicht nur durch offen feindliche Aussagen lesbischer AfD-Spitzenpolitikerinnen. Vielmehr geht es darum endlich anzuerkennen, dass es Gründe dafür gibt, wenn in LGBTQIA+-Kontexten Queers of Colors kaum Teil des Geschehens sind. 
Wir müssen uns fragen: 
Wie ist unsere Community beschaffen, dass sich Schwarze Queers und Queers of Color mit uns oftmals nicht wohl und sicher fühlen? 
Wie werden wir unsere eigenen rassistischen Verhaltensweisen erkennen, um diese verlernen zu können und endlich glaubhafte Allies zu werden? Wie lässt sich ein hierüber erlangtes Bewusstsein, das sich bestenfalls im Zwischenmenschlichen schon zeigt, so auf queere Strukturen übertragen, dass sich Schwarze Queers und Queers of Color nicht mehr fetischisiert, vereinnahmt und getokenized fühlen? Wie können wir wirklich ‚bunt‘, inklusiv und offen werden und es nicht immer nur von uns behaupten?

19:00 Uhr

DADDY presents: I don’t wanna be your fetish

Joe von Hutch, Chefredakteur Daddy Magazine

I don’t want to be your fetish! – Exotisiert, auf Herkunft reduziert und in Schubladen gesteckt. Wenn Hautfarbe, Herkunft, Religion oder Behinderung zum sexuellen Fetisch wird. Über Sex, Dating, Porn und Stereotypes spricht Joe von Hutch mit Künstlerin und Filmemacherin Nicky Miller und Chris Kiermeier. Auf sexabled.de bloggt der Münchner zu den Themen BDSM, Transgender und Onlinedating mit Behinderung.

20:00 Uhr

#ZENSUR: Kunstfreiheit vs. Diskriminierungsfreiheit

Tarek Shukrallah

Über die gemeinsame Vision diskriminierungssfreier queerer Kunst in einer diversen Community sprechen Mohamed Amjahid, Journalist und Autor von unter anderem „Der weiße Fleck“, und Stefan Kuschner, Künstler und Teamleiter des CSD Berlin Pride. 

21:00 Uhr

House of Saint Laurent presents: Trans Experience in European Ballroom

House of Saint Laurent

Die Erfahrungen von Trans* Menschen oder Transphobie und deren Überschneidung mit Rassismus, wird oft mit einem amerikanischen Kontext oder der US Ballroom Scene in Verbindung gebracht. Die Bewegung der queeren Szene hat ihre Ursprünge bereits im späten 19. Jahrhundert, als LGBTQIA+-Personen in New York City und anderen großen US-amerikanischen Städten die ersten Drag Balls veranstalteten. Aber für jene Mitglieder, die aufgrund der eigenen Marginalisierung in ihr Schutz suchen, ist Ballroom wesentlich mehr. Mit diesem Panel-Talk wollen wir eine Plattform bieten, um verschiedene Trans-Erfahrungen in Europa und innerhalb der europäischen Ballroom Scene zu thematisieren.

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